Studie "Harte Arbeit"

Bauarbeiter aus Mittel- und Osteuropa und das Werkvertragssystem in Deutschland

Autor*innen:  Frederic Hüttenhoff

Die Studie analysiert die Arbeits- und Lebensbedingungen von Bauarbeitern aus Mittel- und Osteuropa im deutschen Werkvertragssystem. Sie zeigt, dass struktureller Kostendruck, weit verzweigte Subunternehmerketten und eine starke Transnationalisierung des Bauarbeitsmarktes systematisch prekäre Beschäftigung begünstigen. Viele mobile Beschäftigte arbeiten unter Verstößen gegen Arbeitszeit-, Lohn- und Sozialstandards, sind von ihren Arbeitgebern abhängig und leben häufig in isolierten, schlechten Unterkünften. Zugleich erschweren unzureichende Kontrollen und rechtliche Lücken eine wirksame Durchsetzung ihrer Rechte. Die Studie beschreibt gewerkschaftliche und zivilgesellschaftliche Ansätze – etwa Beratung, aufsuchende Unterstützung und spezielle Mitgliedschaftsmodelle – und fordert stärkere staatliche Regulierung, um Ausbeutung zu verhindern und faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen.